Löwenburgschule

Dezember 2025Über Kontinente hinweg

In der Löwenburgschule in Bad Honnef lag schon früh der Duft von Weihnachten in der Luft. Wochenlang hatten die Kinder gemalt, gelacht und ihre Ideen geteilt. Aus bunten Bildern wurden liebevoll gestaltete Weihnachtskarten, die sie gleich zu Beginn der Adventszeit an Bekannte und Verwandte verkauft hatten.

Am 12. Dezember wurde es dann richtig lebendig. In der Innenstadt stand ihr kleiner, fröhlicher Verkaufsstand: selbstgebackene Kekse, weitere Weihnachtskarten und viele warme Worte. In kleinen Gruppen zogen die Kinder los, Plakate wie Sandwiches umgehängt, und lockten Passantinnen und Passanten mit ihrem Lächeln und ihrer Begeisterung an. Wer vorbeikam, blieb stehen – und ging selten ohne ein Päckchen Kekse oder eine Karte weiter.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Stolz und glücklich schickten wir die Nachricht vom Erfolg an die Hand in Hand Partnerschule in Kasambya/Uganda vom großen Erfolg weiter. Und als nur einen Tag später ein Dankesbrief aus Uganda ankam, wurde es ganz still im Klassenzimmer. Dann breitete sich ein warmes Gefühl aus: Das Wissen, dass ihre Mühe weit gereicht hatte.

So wurde aus Farbe, Teig und Mut eine kleine Weihnachtsgeschichte, die verbindet – über Straßen, Städte und Kontinente hinweg.

Juli 2025 – Das fliegende Klassenzimmer – leider nur virtuell

Löwenburgschule verbindet sich per Video mit Partnerschule in Uganda

Einmal kurz nach Afrika reisen – ohne Flugticket, ohne Kofferpacken, ohne Jetlag. Für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4b der Löwenburgschule wurde dieser Traum heute zumindest virtuell Wirklichkeit. Über eine Live-Video-Schaltung verband sich die Klasse mit der Hand-Hand-Community-School in Uganda – über 6.000 Kilometer entfernt. Und plötzlich wirkte das Klassenzimmer ganz schön klein für so eine große Begegnung.

Englischunterricht mal anders

Gerade einmal seit ein paar Monaten lernen die Viertklässler Englisch – und heute durften sie diese ersten Sprachkenntnisse gleich in einem echten Gespräch mit Kindern aus einem anderen Kontinent ausprobieren. „Das war ganz schön aufregend“, meinte Jonas, 9 Jahre, nach dem Gespräch. „Ich hab mich getraut zu sagen, dass ich Katzen mag und dass ich Fußball spiele.“

Sich auf Englisch vorzustellen, über Hobbys zu sprechen, das Lieblingstier zu nennen – all das gehörte zum Programm der virtuellen Begegnung. Dabei wurde auch schnell klar: Egal ob in Uganda oder in Deutschland – Fußball verbindet! Fast alle Kinder auf beiden Seiten bekannten sich begeistert als Fußballfans.

Herzklopfen auf beiden Seiten

Die Aufregung war nicht nur bei den Löwenburger Schülern spürbar. Auch die Kinder aus Uganda waren neugierig und staunten über die fremden Gesichter auf dem Bildschirm. Trotz der räumlichen Distanz entstand schnell ein Gefühl der Nähe.

Mehr als nur Unterricht

Das virtuelle Klassenzimmer-Projekt zeigt: Fremdsprachenlernen kann viel mehr sein als Vokabelpauken. Es schafft echte Verbindungen, weckt Neugier auf andere Kulturen und fördert den Mut, Neues auszuprobieren. Auch technische Hürden wie eine noch etwas ruckelige Internetverbindung konnten den Enthusiasmus auf beiden Seiten nicht bremsen. Für die 4b der Löwenburgschule war es sicherlich nicht das letzte Mal, dass ihr Klassenzimmer „abhebt“ – auch wenn es vorerst nur virtuell bleibt. Doch wer weiß: Vielleicht steht der eine oder andere in ein paar Jahren tatsächlich in Uganda – dann mit noch besseren Englischkenntnissen und einer weiteren Portion Mut im Gepäck

13. Dezember 2024 – Ein voller Erfolg – Kreative Aktion bringt Weihnachtsfreude für einen wirklich guten Zweck

Wochenlang hatten sie die Aktion vorbereitet, die Kinder der Löwenburgschule. Dann kam der Samstag, ein Tag voller Begeisterung und Tatendrang! Die Atmosphäre war ansteckend fröhlich, als der Selbst organisierte Verkaufsstand für Weihnachtskarten, Kekse und Kerzen seine Türen öffnete. Alles war von den Kindern liebevoll handgemacht, und die Mühe hatte sich mehr als gelohnt.

Doch damit nicht genug: Sieben Teams, kreativ als „Sandwiches“ verkleidet, schwärmten voller Elan durch die Stadt. Mit charmantem Nachdruck sprachen sie Passanten an und luden sie ein, den Verkaufsstand beim Intersport-Geschäft zu besuchen. Die ungewöhnliche Werbeaktion wirkte – viele Neugierige folgten der Einladung, schauten vorbei und kauften fleißig ein.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Bereits um 12:00 Uhr war der Verkaufsstand fast leergeräumt! Alle Kekse und ein Großteil der Weihnachtskarten waren verkauft. Was für ein beeindruckendes Ergebnis!

Besonders schön ist der Zweck hinter der Aktion: Der gesamte Erlös kommt der Patenschule „Hand in Hand Community School“ in Kasambya, Uganda, zugute. Von dem gesammelten Geld wird dringend benötigtes Holz für Kindergartenmöbel angeschafft, die von der benachbarten Berufsschule angefertigt werden – ein wertvoller Beitrag zur Bildung und besseren Ausstattung vor Ort.

Ein großer Applaus für alle Beteiligten Schüler der Löwenburgschule, die mit so viel Einsatz, Kreativität und Freude nicht nur ein bisschen die Stadt verzaubert, sondern auch den Kindern in Uganda eine große Weihnachtsfreude bereitet haben!

Seit dem 1. Dezember 2023 hat unsere Schule in Kasambya eine Patenschule in Bad Honnef

In der Löwenburgschule (Link) in Bad Honnef ist die Begeisterung groß: Eine fröhliche Schulpatenschaft mit der Hand-in-Hand Community School ist gestartet! Diese besondere Verbindung schenkt den Schülerinnen und Schülern beider Schulen die wunderbare Chance, die Lebenswelten jenseits des eigenen Alltags kennenzulernen und echte Nähe über Kontinente hinweg zu erleben.

Dank der engen Verbindung zu Peter Hurrelmann, dem Projektleiter der Schule am Äquator, erhalten die Kinder lebendige Einblicke in den Schulalltag in Kasambya. Sie erfahren zum Beispiel, dass der Schulbesuch in Uganda längst nicht überall selbstverständlich ist und viele Kinder dort täglich lange Wege zu Fuß zurücklegen.

Ihre ersten gemeinsamen Schritte machte die Schulfreundschaft beim afrikanischen Trommelfest im vergangenen Jahr. Dort sammelten die Kinder Spenden für neue Moskitonetze für die Internatsschülerinnen und -schüler in Kasambya. In diesem Jahr geht es gleich engagiert weiter: Mit viel Liebe gestalten und verkaufen die deutschen Schülerinnen und Schüler Weihnachtskarten, um ein Zahnpflegeprojekt an der Partnerschule zu unterstützen. Die dritten Klassen wurden dabei besonders kreativ und verwandelten das Deutschthema „Rezepte schreiben“ kurzerhand in ein Praxisprojekt. Selbst gebackene Plätzchen wurden an einem Weihnachtsstand in der Innenstadt verkauft.

Doch die Löwenburgschule hilft nicht nur finanziell. Viel wichtiger ist allen Beteiligten der persönliche Austausch und das Entdecken anderer Lebenswirklichkeiten. Bei ihren Aktionen erleben die Kinder, wie viel Freude es macht, gemeinsam Ideen zu entwickeln, selbst aktiv zu werden und anderen zu helfen.

Besonders spannend ist der Englischunterricht der vierten Klassen: Hier tauschen die Schülerinnen und Schüler Briefe aus und organisieren sogar Videokonferenzen mit ihren Altersgenossen in Kasambya. Die Aufregung war groß, als die ersten Briefe aus Afrika eintrafen! Darüber hinaus eröffnet die Schulpatenschaft auch Möglichkeiten für individuelle Patenschaften mit Familien, die bedürftige Kinder in Kasambya unterstützen möchten.

Kinder und Lehrkräfte beider Schulen blicken voller Vorfreude auf eine inspirierende Zusammenarbeit – und sind gespannt auf all die schönen Ideen und Begegnungen, die daraus noch entstehen werden.