Alles über Kasambya

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Dieses Straßenschild könnte in Bad Honnef stehen. Von hier aus liegt Kasambya in südsüdöstlicher Richtung mitten in Afrika. Wenn Sie es ganz genau wissen wollen, klicken Sie auf das Schild und Google Earth bringt Sie hin.
Die Lage:
Das Dorf Kasambya liegt im Südwesten Ugandas, etwa 110 Kilometer von der Hauptstadt Kampala entfernt. Die nächstgelegen größere Stadt heißt Mityana und liegt etwa 30 Kilometer südlich von Kasambya.

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Die Entfernung zum Äquator beträgt 100 Kilometer. Der Ort erstreckt sich in nordsüdlicher Richtung über fast 5 Kilometer in einer Mischung aus Regenwald und Savanne.

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Die Menschen:
Das Dorf zählt 457 Einwohner die in 107 einfachsten Häusern wohnen. Die Durchschnittsfamilie hat sieben Kinder. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 52 Jahre.

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Alle Familien sind Selbstversorger und bauen das, was sie zum Leben benötigen, selbst an. Bananen (Matooke), Kartoffeln und Süßkartoffeln für den Eigenbedarf und helfen sie sich häufig dabei untereinander. Einige haben Kasambya noch nie verlassen und wissen nicht einmal, wie es im Nachbarort aussieht.

Das Klima:
Uganda hat das ganze Jahr über ein ausgeglichenes Klima. Die Temperaturen liegen ganzjährig zwischen 16 und 28 Grad Celsius. Die durchschnittlichen Niederschlagsmengen liegen das Jahr über zwischen 50 und 150 mm. Januar/Februar und Juni bis Oktober sind die trockensten Monate, während April und Mai mit Niederschlägen von 255 bis 280 mm als die regenreichsten gelten.
Die Infrastruktur:
Es gibt keine Stromversorgung, keine öffentlichen Verkehrsmittel, die Straßenverhältnisse sind sehr schlecht, die nächste befestigte Straße befindet sich in 30 Kilometer Entfernung (Mityana).

Es gibt keine gesicherte medizinische Versorgung im näheren Umkreis. Nur ca. 50% der Häuser hat eine eigene Toilette. Trotz Malaria sind Moskitonetze weitgehend unbekannt.
Schule und Ausbildung:
Die nächst gelegene Schule (Primary School) befindet sich im 3 Kilometer entfernten Gemeindezentrum Naluggi. 650 Kinder aus der Umgebung davon 40 aus Kasambya besuchen dort die Klassen 1-7. Die Kinder aus Kasambya haben einen 3 Kilometer langen Schulweg. Es wird derzeit in Naluggi ein Gebäude für eine Sekundarstufe gebaut.
In Kasambya wurde auf die private Initiative einiger Dorfbewohner eine provisorische Schule die "Good Hope Schule"errichtet, in der 404 Kinder von der 1. bis zur 7. Klasse unterrichtet werden. Diese Schule hat allerdings bisher keine Lizenz, so dass die Zeugnisse, die die Kinder bekommen nicht anerkannt werden.

Die Probleme:
95% der Menschen sind nicht gesund. Ihr täglicher Durchschnittsverdienst, den sie im wesentlichen mit dem Verkauf von aus Bananenblättern gewebten Waren und Verkauf von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Alkohol und Holzkohle in geringem Umfang bestreiten, liegt bei 0,27 US$ also weit unter der von den Vereinten Nationen definierten Armutsgrenze vo 2 US$.
Die landwirtschaftliche Schulung der Bewohner im August 2008 hat zwar deutlich sichtbare Fortschritte für sie gebracht, aber auch gezeigt, dass sie hier noch erhebliche Defizite haben. Hier die ersten Ergebnisse des landwirtschaftlichen Zensus:
- 82% der betroffenen Bevölkerung leiden mehr als 2 Monate und 47%
mehr als 3 Monate Hunger, da bei ihnen die zur Verfügung stehende
Ackerfläche viel zu gering ist, und die Böden anscheinend ausgelaugt sind.
- Es fehlt an landwirtschaftlichen Geräten, wie zum Beispiel Hacken,
Rechen, Gießkannen und Schubkarren. Zum Kauf haben sie kein Geld.
- Durch den fehlenden Anbau von z. B. proteinhaltigen Feldfrüchten
können sich die Bewohner nicht ausgewogen ernähren. Sichtbar wird
das an den aufgedunsenen Bäuchen der Kinder. Deren Ernährung
basiert fast ausschließlich auf Kohlehydraten.
- Es fehlt an Geld um Saatgut und Geräte zu kaufen.
- Es fehlt an Lagermöglichkeiten. Geerntete Feldfrüchte müssen sofort
konsumiert werden. Der Rest verfault oder wird durch Insektenbefall
ungenießbar.
- Zu wenige und zum Teil kranke Nutztiere bringen zu wenig Fleisch auf den Tisch. Eine ausgewogene Ernährung wird damit noch schwieriger. Zum Ankauf von Nutztieren vor allem Hühnern und Schweinen fehlt das Kapital.
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Veröffentlichungsdatum: Mon, 06 Sep 2010 09:36:46 GMT+00:00




